Suchtprävention im Betrieb: Alkohol, Medikamente, Cannabis
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Suchtprävention im Betrieb: Alkohol, Medikamente, Cannabis

Die meisten Betriebe merken das Thema erst am Einzelfall – und dann fehlt der Plan. Wer vorher regelt, was gilt, wer anspricht und wohin vermittelt wird, entlastet die Führungskraft und gibt Betroffenen einen Weg zurück. Kern sind drei Dinge: eine schriftliche Regel, ein Stufenplan für Gespräche und eine Beratungsstelle, deren Nummer alle kennen. Die Fachberatung machen Profis; der Betrieb sorgt dafür, dass der Weg dorthin bekannt ist.

Was gehört in die Regel?

Grundlage ist DGUV Vorschrift 1 § 15: Niemand darf sich durch Alkohol, Drogen oder andere berauschende Mittel in einen Zustand versetzen, in dem er sich oder andere gefährdet; das gilt auch für Medikamente. Daran hat das Konsumcannabisgesetz von 2024 nichts geändert. Halten Sie schriftlich fest, was bei Ihnen gilt und was passiert, wenn jemand erkennbar nicht sicher arbeiten kann. Gibt es einen Betriebsrat, stimmen Sie die Regel mit ihm ab.

Was macht die Führungskraft?

Sie spricht an, was sie sieht: Fehlzeiten, Fehler, ein verändertes Verhalten. Eine Diagnose stellt sie nicht. Der Stufenplan legt fest, wer welches Gespräch führt, wer dabei ist und welche Hilfe angeboten wird. Eine Schulung gibt Führungskräften die Sicherheit für diese Gespräche.

Was kostet das, und wer hilft?

Die Regel und die Information der Beschäftigten machen Sie selbst. Kosten entstehen vor allem für die Schulung der Führungskräfte. Suchtberatungsstellen beraten in der Regel kostenlos; manche schulen auch Führungskräfte in Betrieben. Anbieter für Suchtberatung und Schulungen finden Sie im Marktplatz.

So setzen Sie es um

  1. 1
    Regel klären: DGUV Vorschrift 1 § 15 Abs. 2, schriftlich festgehalten, mit dem Betriebsrat, wo es einen gibt
  2. 2
    Eine interne Ansprechperson benennen und eine externe Suchtberatungsstelle auswählen
  3. 3
    Führungskräfte schulen: Verhalten ansprechen, nicht diagnostizieren, Gespräche nach einem Stufenplan führen
  4. 4
    Alle informieren, wo es vertraulich und auf Wunsch anonym Hilfe gibt

Was Sie brauchen

Aufwand
halber Tag
Kosten
mit Budget
Dauer
8 Wochen Aufbau, dann laufend
Setup
480 Min.
  • ✓ Eine schriftliche Regel statt Entscheidungen im Einzelfall
  • ✓ Führungskräfte wissen, wie sie Auffälligkeiten ansprechen
  • ✓ Alle kennen einen vertraulichen Weg zur Hilfe
  • ✓ Die Fachberatung übernimmt eine Suchtberatungsstelle

Für Ihr Unternehmen übernehmen

Ein Klick — und die Maßnahme liegt vorbereitet in Ihrem Plan. Geführt Schritt für Schritt, kein langes Setup.

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