BGM-Maßnahmen dokumentieren: Schritt-für-Schritt mit Vorlage
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BGM-Maßnahmen dokumentieren: Schritt-für-Schritt mit Vorlage

Was GKV und Finanzamt bei der Dokumentation verlangen

Wer BGM-Maßnahmen nach § 20b SGB V durch eine gesetzliche Krankenkasse fördern lassen möchte, steht vor einer oft unterschätzten Hürde: der Nachweis-Dokumentation. Krankenkassen prüfen nicht nur, ob eine Maßnahme stattgefunden hat — sie prüfen, ob sie den Präventionsprinzipien des GKV-Leitfadens entspricht. Das bedeutet konkret: Vor der Maßnahme muss ein Bedarf nachgewiesen sein (z. B. durch eine Mitarbeiterbefragung oder AU-Auswertung), die Zielgruppe muss definiert sein, und nach der Maßnahme braucht es eine Erfolgsmessung.

Noch strenger sind die Anforderungen, wenn ihr die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 34 EStG nutzen wollt. Das Finanzamt erwartet hier, dass die Maßnahme zusätzlich zum Arbeitslohn gewährt wird, einem anerkannten Präventionsbereich zuzuordnen ist und die Teilnahme jedes Mitarbeiters individuell dokumentiert wurde — nicht nur die Gesamtteilnehmerzahl. Der Freibetrag von 600 € pro Mitarbeiter und Jahr ist real, aber nur mit lückenloser Dokumentation sicher.

Drei typische Dokumentations-Fehler — und wie ihr sie vermeidet

**Fehler 1: Rückwirkend dokumentieren.** Viele Teams erstellen die Dokumentation erst nach der Maßnahme — oder kurz vor dem Förderantrag. GKV-Prüfer erkennen das: Wenn Bedarfsanalyse und Maßnahmenplanung zeitlich nach der Durchführung datiert sind, wird der Antrag abgelehnt. Die Lösung ist eine sequenzielle Dokumentation: Planung vor, Durchführungsnachweis während, Evaluation nach der Maßnahme.

**Fehler 2: Teilnehmerlisten als Excel-Export.** Tabellen ohne Unterschriften oder digitale Bestätigung gelten bei GKV-Prüfungen häufig nicht als ausreichender Nachweis. Was zählt, ist eine nachvollziehbare, manipulationssichere Erfassung — idealerweise mit Zeitstempel und Bestätigung durch die Teilnehmenden selbst.

**Fehler 3: Ziele zu vage formulieren.** „Gesundheit fördern" ist kein messbares Ziel. Prüfer erwarten SMART-formulierte Ziele mit konkreten Kennzahlen: z. B. „Reduktion von Rückenbeschwerden bei Büroarbeitsplätzen um mindestens 20 %, gemessen via Befragung vor und nach der Maßnahme." Ohne messbares Ziel gibt es keine überprüfbare Zielerreichung — und damit keinen Nachweis.

Ein Maßnahmen-Workflow mit Vorlage

Ein praxiserprobter Dokumentationsflow folgt fünf Schritten: Zunächst wählt ihr die Maßnahme aus einer Bibliothek mit bereits klassifizierten Präventionsbereichen — das spart die manuelle Einordnung nach GKV-Leitfaden. Dann legt ihr Ziel und Zielgruppe schriftlich fest, bevor die Maßnahme startet. Während oder direkt nach der Durchführung erfasst ihr Datum, Ort, Anbieter und Inhalte. Die Teilnahme wird individuell bestätigt — nicht als Summe, sondern pro Person. Am Ende exportiert ihr einen strukturierten GKV-Nachweis, der alle Pflichtfelder des Leitfadens abdeckt.

Mit EasyBGM läuft dieser Workflow digital und ohne Medienbruch: Maßnahme auswählen, Felder ausfüllen, Teilnahmen erfassen, Nachweis exportieren. Der Export enthält automatisch alle Angaben, die GKV-Prüfer standardmäßig anfordern — inklusive Bedarfserhebung, Präventionsprinzip und Erfolgsmessung. Wer bisher mit Word-Vorlagen und E-Mail-Anhängen gearbeitet hat, spart damit pro Maßnahme 1–2 Stunden Nachbereitungszeit.

So setzt du es um

  1. 1
    Maßnahme aus der Bibliothek wählen: Wähle die Maßnahme in EasyBGM aus der Maßnahmenbibliothek. Jeder Eintrag ist bereits einem GKV-Präventionsprinzip (z. B. Bewegung, Entspannung, Ernährung) und dem entsprechenden § 20b-Handlungsfeld zugeordnet — du musst die Klassifikation nicht selbst recherchieren.
  2. 2
    Ziel und Zielgruppe definieren: Lege vor der Durchführung schriftlich fest: Welches messbare Ziel verfolgt die Maßnahme (z. B. Reduktion von Rückenbeschwerden um 20 %)? Für welche Mitarbeitergruppe ist sie gedacht? Diese Angaben sind Pflichtbestandteil jedes GKV-Förderantrags und müssen vor der Maßnahme datiert sein.
  3. 3
    Durchführung dokumentieren: Erfasse Datum, Uhrzeit, Ort, Anbieter/Kursleitung und Inhalte der Maßnahme direkt in EasyBGM. Lade ggf. eine Anbieter-Bestätigung oder Agenda als Anhang hoch. Diese Angaben bilden den Kern des Durchführungsnachweises.
  4. 4
    Teilnahme individuell erfassen: Erfasse die Teilnahme jedes Mitarbeiters einzeln — nicht als Gesamtzahl. EasyBGM erstellt automatisch eine manipulationssichere Teilnehmerliste mit Zeitstempel und optionaler digitaler Bestätigung durch die Teilnehmenden. Das ist die häufigste Schwachstelle bei Excel-basierten Dokumentationen.
  5. 5
    GKV-Nachweis exportieren: Exportiere nach Abschluss der Maßnahme den GKV-Nachweis als PDF. Das Dokument enthält alle Pflichtangaben des GKV-Leitfadens: Bedarfserhebung, Präventionsprinzip, Zieldefinition, Durchführungsnachweis, Teilnehmerliste und Ergebnis der Erfolgsmessung. Geeignet als Anlage zu Förderanträgen und für Steuerprüfungen.

Was du brauchst

Aufwand
unter 30 Min.
Kosten
0 €
Dauer
pro Maßnahme
Setup
25 Min.
  • GKV-Förderanträge werden beim ersten Einreichen bewilligt — keine Nachforderungen durch fehlende Pflichtangaben
  • Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 34 EStG ist bei Lohnsteuerprüfungen sicher belegbar — pro Mitarbeiter bis zu 600 € jährlich
  • GF-Berichte zu BGM-Aktivitäten lassen sich mit wenigen Klicks aus der laufenden Dokumentation ableiten
  • Kein Dokumentations-Nachholbedarf kurz vor dem Förderantrag — der Workflow läuft parallel zur Maßnahme

Für dein Unternehmen übernehmen

Ein Klick — und die Maßnahme liegt vorbereitet in deinem Plan. Geführt Schritt für Schritt, kein langes Setup.

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